Trend zu externen Beratern hält an

In vielen Kreisverwaltungen werden in beachtlichem Maße externe Beratungsleistungen von den Verwaltungen in Anspruch genommen. „Insbesondere in unserem Nachbarlandkreis Dahme-Spreewald erhitzen sich die Gemüter weil die juristischen Beratungsmandate für Beratungsleistung parteipolitisch geprägt waren,“ erläutert Dirk Steinhausen, WIR FÜR GROßBEEREN und Fraktionsvorsitzender „Freie WG- Wir für TF“. Gerade den Haushältern im Landkreis Teltow-Fläming war aufgefallen, dass jede externe Vergabe zu einer Steigerung der Sachkosten im Kreishaushalt führt, ein Trend den viele Kreisverwaltungen haben. Man baut eigenes Personal ab und beschäftigt externe Berater. So werden die Personalkosten gesenkt und gleichzeitig steigen die Sachkosten. Meistens höher als die Personalkosten vorher waren.

Steinhausen: „Erfahrungsgemäß sind externe Vergaben aufgrund anfallender Umsatzbesteuerung und Gewinnmargen sowie ggf. Zusatzkosten durch interne Controlling- und Überwachungsleistungen etwa ein Drittel teurer als die Umsetzung mit eigenem Personal.“ Hierzu hat Steinhausen eine Anfrage an die Kreisverwaltung gestellt, deren Beantwortung jetzt vorliegt:

Zumindest die Kosten haben sich massiv erhöht. Während im Jahr 2016 noch für 477.000,- Euro Aufträge für externe Hilfe vergeben wurden, so sind im Jahr 2018 bereits 777.000,- ausgegeben worden. Eine Steigerung um 300.000,- Euro. Hauptursache war zumeist fehlende fachliche Kompetenz in Reihen der Kreisverwaltung. Gerade bei Baumaßnahmen musste man sich Beratungsleistung von außen einkaufen.

Sollten die Kosten sich auf einen Bereich konzentrieren, müsste man schauen, ob es nicht günstiger ist eigenes Personal einzustellen. Das ist hier nicht erkennbar,“ bewertet Steinhausen die Antworten. Zufrieden mit den Antworten war der Kreistagsabgeordnete trotzdem nicht. „Die Kreisverwaltung hat auf die Namensnennung von öffentlichen Auftragsnehmern verzichtet. Das ist dann weder transparent noch dient es der Korruptionsabwehr. Dieses Vorgehen weckt nur Misstrauen. Zumal der Nachbarlandkreis die Anfrage mit allen Daten veröffentlicht hat und damit offen legte, wer am steuerfinanzierten Tropf des Landkreises gut verdient. Hier muss die Kreisverwaltung Teltow-Fläming nacharbeiten.“

Hier die komplette Anfrage:

http://www.dirk-steinhausen.de/wp-content/uploads/2019/04/Antwort_externeBeratung.pdf

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