Zahl der unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge sinkt

Luckenwalde: Unbegleitete Jugendliche Flüchtlinge sind in den letzten Monaten häufiger in den Medien erwähnt worden. Gerade für die kommunalen Jugendämter sind sie eine personelle und finanzielle zu stemmende Herausforderung, auf die die Jugendämter zumeist nicht vorbereitet waren. Während es in den Jahren vor 2015 diese Flüchtlingsgruppe kaum gab, explodierten die Zahlen Deutschland weit im Jahr 2015. Auch der Landkreis Teltow-Fläming nahm in 2015 und 2016 je knapp zwischen 80 und 90 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge auf. Bereits 2017 reduzierte sich die Zahl um über 60 Prozent auf nur noch 34 Jugendliche. „Es ist zu erwarten, dass die Zahl weiter sinkt,“ erläutert der Kreistagsabgeordnete Dirk Steinhausen, der in einer Anfrage über den Umgang mit diesen Minderjährigen im Jugendamt nachgefragt hatte. Der Landkreis hält knapp über 60 Plätze vor. Ein Großteil, der damals Minderjährigen sind inzwischen erwachsen, bestätigte die 1.Beigeordnete und zuständige Dezernentin, Kirsten Gurske. Hauptherkunftsland waren Afghanistan und Syrien.

Altersbestimmung unproblematisch

Das in einigen Regionen viel diskutierte Problem von fehlerhaften Altersfeststellungen scheint im Landkreis Teltow-Fläming zumindest kein Problem zu sein. Von den über 200 aufgenommenen minderjährigen Flüchtlingen gab es nur bei wenigen ärztliche Untersuchungen zur Altersbestimmung (insgesamt 4), die das Jugendamt bei Unklarheiten angeordnet hat. „Sollten die Zahlen sich weiterhin nach unten entwickeln, können wir auch die personellen Ressourcen der Betreuung runterfahren, weil sich diese Flüchtlingsgruppe wortwörtlich `rauswächst`,“ so Steinhausen abschließend.

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