Kostenersparnis aus den Augen verloren

Eine Auflage des Ministeriums des Innern als Aufsichtsbehörde in der Haushaltssicherung für den Landkreis Teltow-Fläming war die Erstellung eines Personalentwicklungskonzeptes. Diese Forderung wurde im Haushaltssicherungskonzept 2014 festgeschrieben und seit 2015 wurden diverse Arbeitsgruppe gebildet.

Das Personalentwicklungskonzept des Landkreises Teltow-Fläming soll die Zukunftsfähigkeit der Kreisverwaltung Teltow-Fläming als moderner, serviceorientierter Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger der Region sichern. Angesichts des demographischen Wandels und knapper Kassen eine große Herausforderung, zumal der Landkreis selbst ein Gutachten beauftragt hatte, was eine deutliche Einsparung und damit Reduzierung im Personalbereich forderte.
Eine wesentliche Maßgabe des Personalentwicklungskonzeptes bestand darin, Verwaltungsstrukturen und Organisationsabläufe in einem fortlaufenden Prozess zu überprüfen. Es wurden Handlungsempfehlungen für das Personalentwicklungskonzept erarbeitet, die vorgelegte Sachstandsdarstellung lässt aber nachvollziehbare Verbesserungen und Kostenreduzierungen offen. Eine reine Verschiebung von Ämtern führt schließlich für sich allein noch zu keiner Kostenreduzierung,“ mit diesen Worten begründete der Kreistagsabgeordnete Dirk Steinhausen eine Anfrage an die Landrätin mit der er einen Zwischenstand erfragte.
Die Landrätin Kornelia Wehlan (Die Linke) begründet Ziel damit, dass „die Qualität und Effektivität des Verwaltungshandelns zu steigern, um eine wirtschaftliche und effiziente Erfüllung der Aufgaben zu garantieren.
Leider haben immer mehr Kreistagsmitglieder, den Eindruck, dass dabei der ursprüngliche Gedanken der Kosteneinsparung in den Hintergrund getreten ist. Zumal der Landkreis zum ersten mal seit 12 Jahren aus der Haushaltssicherung heraus ist.
„Es ist gut, dass sich die Verwaltung mit Qualität und Effektivität beschäftigt. Allerdings kostet auch das Geld. Jede Arbeitsstunde die ein Mitarbeiter hier gebunden wird, kann er nicht für den Bürger arbeiten,“ so Steinhausen weiter.

Die Antwort der Kreisverwaltung zeigte, dass man in fast zwei Jahren diverse Personalkräfte dafür bündelte und die Stellenreduzierungen eher bescheiden waren.

Mit Vorbereitungszeit, Klausurtagungen, diversen Meetings waren die Führungskräfte fast 2.000 Stunden beschäftigt. Wenn man jetzt kalkulatorische Kosten von 100,- Euro pro Stunde einer Führungskraft dagegen stellt, dann sind wir bei 200.000,- Euro.
Steinhausen, der selber im Haushalts- und Finanzausschuss sitzt, weiß aus eigener Erfahrung, dass es nicht immer billiger ist, Arbeiten selbst zu tun.

Die damalige externe Beauftragung eines Beratungsunternehmens (hier würden 123.000,- ausgegeben) war preiswerter, schneller und hatte den Vorteil dass man mehr über den eigenen Tellerrand hinausschaute. Es wird Zeit, dass das Konzept zum Ende kommt und wir brauchbare, kostenrelevante Ergebnisse erhalten“.

http://www.dirk-steinhausen.de/wp-content/uploads/2016/10/Antwort_PEK_2017.pdf

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