Fraktion fordert zusätzliche Angebote

Die „Freie Wählergruppe – Wir für Teltow Fläming“ hat sich grundsätzlich Gedanken gemacht wie man das ÖPNV Angebot im Norden des Landkreises verbessern kann. Hierzu sagt der Fraktionsvorsitzende Dirk Steinhausen: „Wir wollen auch an Wochenenden unsere Dörfer besser verknüpfen und auch touristisch mehr machen als bisher. Es kann nicht sein, dass nur im Süden des Landkreises zusätzliche Angebote geschaffen werden.

Ihm schwebt etwas Ähnliches vor, wie der Landkreis Potsdam-Mittelmark mit der sogenannten Burgenlinie installiert hat. Die Burgenlinie verbindet am Wochenende touristische Ziele und hält auch in manchen Dörfern an. Die Idee wurde auch mit Fördermitteln erfolgreich umgesetzt. Zuerst nur von Ostern bis Oktober freitags, samstags, sonn- und feiertags fuhr der Bus im zweiten und dritten Jahr dann bis Dezember und in den Ferien sogar täglich. Die Burgenlinie ist zum einen für Tagesgäste und Urlauber interessant, welche die Region ohne Auto entdecken möchten. Zum anderen profitieren aber auch die Bewohner entlang der Strecke von diesem Busangebot. Sie machen rund ein Drittel der Fahrgäste aus. Ältere Menschen können in die Stadt zum Arzt oder Einkaufen fahren, Schüler ohne eigenen Führerschein können Freunde besuchen oder im Sommer ins Freibad fahren.

Steinhausen schlägt ein vergleichbares Angebot für den Norden des Landkreises Teltow-Fläming vor:
Da unser Landkreis über einige Denkmäler verfügt, und über viele Top-Gastronomiebetriebe und Ausflugslokale, sollte das Motto eher „Schlemmen und Kultur in Teltow-Fläming“ sein. Hierzu könnte ein ungefährer Streckenverlauf startend in Großbeeren Regionalbahnhof (Gedenkturm Großbeeren, Schloss Diedersdorf) nach Blankenfelde-Mahlow, („Alte Aula“, Bahnhof Dahlewitz, Restaurant Mutterwelten) über Rangsdorf (Seehotel) nach Zossen (Reuner, Draisinenbahn/Bahnhof Zossen) nach Am Mellensee, (Draisinenbahn (Südlichster Punkt)) verlaufen. Um dann über den Wasserskipark Zossen, Schünow, Nunsdorf, Christindorf seinen Anschluss an die Kranich-Express oder Trebbin direkt, (Bahnhof, Clauert-Haus), nach Löwendorf (Aussichtsturm), Glau (Wildpark), Blankensee (Schlosspark), Schiaß, Jütchendorf, Siethen (Spargelhof, Schloß), über Ahrensdorf und Ludwigsfelde Bahnhof, (Kristalltherme, Ludwigsfelde Struveshof) wieder nach Großbeeren zurück verlaufen.“

Die Fraktion will die Idee nach der Kommunalwahl weiter führen. Erste Reaktionen gab es bereits. So hat Ortwin Baier, Bürgermeister aus Blankenfelde-Mahlow, grundsätzlich Interesse an der Idee den ÖPNV in unserer Region zu verbessern. Allerdings schlägt er „primär die Vernetzung der öffentlichen medizinischen und sozialen Einrichtungen sowie des Einzelhandel und der  Gewerbestandorte um auch einen nachhaltigen ökologischen Effekt zu erzielen“ vor.

Steinhausen kann auch mit einer veränderten Zielrichtung leben. „Egal wie, das ÖPNV-Angebot im Landkreis muss sich verbessern. Die Schlemmerlinie hätte den Vorteil Fördermittel einzuwerben, da das touristische Angebot ausbaubar ist. Aber gute Ideen sind immer willkommen.

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